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    • Barbara Schulte Zurhausen

      Malerei / Photographie

      Wahrnehmung als solche ist das beherrschende Thema der Malerei von Barbara Schulte-Zurhausen. Sie nähert sich ihm auf dreifache Weise, durch eine bestimmte Maltechnik, eine bestimmte Auffassung des darzustellenden Inhalts und durch die räumliche Anordnung der Kunstprodukte/Bilder.
      Die von Barbara Schulte-Zurhausen verwendete Technik, natürliche wie auch synthetische Farbstoffe als Pigmente in Eitempera gebunden auf unterschiedliche Bildträger aufzutragen, eröffnet die Möglichkeit, den Farben eine Mehrdimensionalität zu verleihen. Dadurch gelingt es, abhängig vom Betrachtungswinkel und Lichteinfall eine Vielzahl von Farbtönen zu erzeugen. Auf diese Weise bewirkt das Durchscheinen tieferliegender Farbschichten einen Farbeindruck beim Betrachter, der die Farbe als das komplexe Wahrnehmungsprodukt miteinander verflochtener farblicher Tiefenstrukturen erscheinen läßt. Die Farbe präsentiert sich somit nicht als etwas ausschließlich Gegenständliches, sondern sie ist das stets wechselnde Resultat der Wahrnehmung, die sich im Auge des Betrachters einstellt.
      Die Wahl des Inhalts hat sich diesem Wahrnehmungsprozeß unterzuordnen. Schulte-Zurhausen verzichtet daher bewußt auf jeden begrifflichen oder intuitiv-anschaulich zu fassenden Inhalt wie auch auf formgebende Strukturen, da dies von dem Thema ablenken würde, die Farbe als solche in ihrer Eigentümlichkeit, Eigendynamik und Eigenwertigkeit zu fassen. Das konsequente Versagen jedweder inhaltlichen Fixierung soll den Blick des Betrachters auf die Autonomie der Farbe und den Wahrnehmungsprozeß selbst lenken.
      Ihren Abschluß findet diese Konzeption der Malerei von Barbara Schulte-Zurhausen in der räumlichen Anordnung der Bilder. Deren Abstand zueinander ist ein weiteres Mittel, Farbnuancen hervorzuheben. Diese Möglichkeit zur Verfeinerung subtilster Farbschattierungen hat sie in seriellen Bildsequenzen, sogenannten Farbbändern, eingesetzt. Die minimal variierten Farbtöne werden durch unterschiedliche Abstände zueinander in ein farbliches Spannungsverhältnis gebracht und lassen durch ihren Zusammenklang jeweils neue Farbempfindungen entstehen.


      Martin Hauser
      Lebenslauf
      1955 geboren in Gladbeck/Westfalen
      1974-79 Studium Kunst / Kunstwissenschaft / Philosophie /
      Mathematik an der RWTH Aachen
      seit 1977 hauptsächlich Arbeiten in Keramik, daneben
      intensive Auseinandersetzung mit Fotografie
      seit 1988 verstärkte Auseinandersetzung mit Malerei
      1996-2000 Seminare bei Prof. Rolf Thiele, Hochschule für Künste Bremen
      Einzelausstellungen
      1992 Korneliusgalerie, Aachen
      1993 K-Galerie Irina Kostyrina, Aachen
      1993 Atelier Kunst und Bühne, Eupen / B
      1994 Bock-Galerie, Aachen
      1997 KUNST an St. Peter, Aachen
      1997 Art Galerie Armand Gaasch, Luxembourg
      1999 Burg-Galerie der Stadt Stolberg
      2000 Atelierhaus Aachen
      2004 Künstlerhaus Heilbronn (Katalog)
      2005 Eschweiler Kunstverein (mit Sarah Schiffers)
      2005 Galerie S., Aachen
      2006 Evangelische Kirche Osterath, Meerbusch
      2007 Galerie Carola Weber, Wiesbaden
      2007 Kunsttour Maastricht / NL
      2008 Kunst in der Maschinenhalle, Zeche Scherlebeck, Herten
      2008 Galerie Mikst Media, Woudrichem / NL
      2009 Galerie Schreier & von Metternich fine arts, Düsseldorf
      2009 | Städtische Galerie in der Versandhalle, Grevenbroich
      2010 | Kunst- und Kulturforum im Kreis Düren, Kreishaus, Düren
      2011 | BBK Aachen
      Gruppenausstellungen
      1991 Bleiberger Fabrik, Aachen
      1993 Projekt Werkstatt Kirche, KUNST an St. Peter, Aachen
      (Katalog)
      1993/94 Sommerausstellung Abtei Prüm (Katalog)
      1994 PASSPARTOUT, Monschau, Andernach, Koblenz
      1996 Galerie Kreta, Aachen
      1996 Kunstverein Alsdorf
      1997 ZEITGLEICH, Belgischer Rundfunk, Eupen / B
      1997 Ludwig Forum, Aachen
      1998 überLand, Cultureel Centrum, Brunssum / NL (Katalog)
      1999 Städtische Galerie im Aukloster, Monschau
      1999 Atelierhaus Aachen
      2001 NEULAND, Gerolstein, Andernach, Warcq / B
      2001 Galerie der REHANOVA, Köln
      2001 „Natura obscura - irrgeleitete Augenblicke“, Rheda-
      Wiedenbrück
      2001 Kornspeicher der Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel
      (Katalog)
      2001 PARASITEN, Kunst-Postionen im Bädershop, Aachen
      2002 Ludwig Forum, Aachen
      2002 Kunstverein Heinsberg
      2003 Parasiten 03, Aachen
      2004 Museum Burg Frankenberg, Aachen
      2004 Galerie Graf, Heidelberg
      2005 Galerie Ucher, Köln
      2005 KunstQuadrate 2005, Zeche Zollverein, Essen
      2006 KunstQuadrate 2006, Zeche Zollverein, Essen
      2007 Galerie Schreier & von Metternich Fine Arts, Düsseldorf
      2008 IPOMAL galerie en kunstuitleen, Landgraaf / NL
      2008 Kunsttour Maastricht / NL
      2008 Ludwig Forum, Aachen
      Preise/Auszeichnungen
      Ankauf Deutscher Bundestag Bonn / Berlin,
      Ankauf Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Köln

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    AHA Atelierhaus Aachen e. V. DEPOT / Talstraße 2
    52068 Aachen

    Atelierhaus im Depot / Talstraße 2
    52068 Aachen